Alltagsschnipsel

Zusammenhanglose Beschreibungen einiger Begegnungen im fernen Osten.

Neulich hungrig in Asien. „Can I have this?“, sprach’s und zeigte auf das Bild (darauf bin ich angewiesen, denn das Essen kann ich weder aussprechen noch erkennen). Kurze Zeit später stand der duftend dampfende Teller vor mir. Ich machte mich daran, den Muschel-Reis-Mix mit Stäbchen in meinen Mund zu befördern – anscheinend nicht allzu geschickt. Geschwind stand der Kellner neben mir, mit einem Grinsen auf dem Mund und Messer und Löffel in der Hand …

Neulich an der Supermarktkasse. Nachdem ich mich an diversen Fisch und Fleischständen, der Kühltecke, japanischen Reissäcken, die wie Kriegsdämme aufgebaut waren, koreanischen Fertiggerichten und indischen Süßigkeit durch den Supermarkt gekämpft habe – immer das wertvolle Gut Lebensmittel auf den Händen balancierend (das die Einkaufswagen kostenlos und ohne Chip am Eingang stehen, sollte ich erst Tage später erfahren) – gelangte ich schlielich zur Expresskasse für Kunden mit weniger als acht Gegenständen, sprich Kunden wie mir. Die Kassierin fing ruhig an meine Sachen von der Ablage zu scannen. Ich unterbrach sie und fragte, ob ich eine Plastiktüte verwenden dürfe. Etwas verwirrt nickte sie und fuhr mit ihrer Arbeit fort. Da dachte ich, ok und wollte mir eine Tüte greifen, die links von ihr lag. Da wurde sie etwas aufgebracht, hielt mich zurück und teilte mir mit, dass mache sie schon. Achso, na wenn das so ist. Ich wollte ihr wirklich nicht den Job wegnehmen. Den Komfort bezahlt man hier allerdings mit Geschwindigkeit. Von wegen Express, da lacht ein Aldi nur drüber.

Neulich an der Taxihotline. „Hi, can I have a cab, please?“ „You are calling from where, Sir?“ „Opal Damansara Condo, Sunway Damansara.“ „Which unit?“ „I’m in Block A, unit 10/1.“ „hlhkhkljkljklj“ „What?“ „kljljljöjö9jiha“ „Do you want to know, where I am going to? It is One World Hotel.“ „jkljklöjköjaddfaefadsf“ „Sorry?? My telephone number is … 01..“ „Sir, I need your full adress!!“ „I already told you it’s Sunway Damansara … “ tüüütüüüütüüüüt „Hello? Hello?!“ (Entweder mochte mich die Dame nicht oder ich verstehe den Aktzent nicht, oder beides.)

Neulich an Nachbarschreibtisch im Büro, eine Telefonunterhaltung mit Freisprecher. „Hey!“ „Hey, what’s the matter?“ „I’m sooo sorry!“ „What happened?“ „I ate all your cookies …“ „Are you serious?! Was the Big Mac not enough for you?!“ „I know, I’m so sorry, but they were laying there and looking soooo good …“ Dann verfallen alle in Gelächter.