Laufender Einfall

Auf dem Klo. Kurz vorm Schlafengehen. Beim Joggen. In der U-Bahn. In der Sauna. Beim sinnlos durch das Zimmer laufen.

Das sind die Antworten, die man bekommt, wenn man Leute danach fragt, wann ihnen die besten Einfälle kommen. Das sind die Momente, wo das Gehirn die schwierigsten Dinge löst. Jetzt frage ich: Wo und wie arbeiten wir denn die meiste Zeit? In welcher Umgebung lernen Schüler?

SITZEND.

Irgendetwas läuft da schief, möchte man meinen. Die Unternehmen haben das längst erkannt und erschaffen neue Arbeitswelten. Offen, mit wortwörtlich Platz zum Denken und zum Bewegen. Wer denkt hingegen noch nicht um? Na klar, die Schule. Der einzige, der sich gestikulierend und stehend durch den Klassenraum bewegt, ist die Person, die am wenigsten gefördert werden soll: der Lehrer. Das sollte einem zu denken, pardon, zu bewegen geben.

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Kultur zum Frühstück

Ein hungriger Morgen liegt in der Luft. Die vorbeiströmenden Menschen hinterlassen einen Geruch des Kaffees und duftenden Croissants. Die Zunge schnalzt, der Speichel fließt. So zieht es uns rechts ins Café hinein. Die Decken behangen mit Schinkenbeinen, auf dem metallenen Tresen belegte Brötchen liegend. Wir, eine Deutsche, eine Griechin, ein Russe und ein Belgier, reihen uns am Tresen auf. Der spanische Kellner schaut uns wortlos in Erwartung unserer Bestellung an. Wenige Minuten später stellt der weiterhin wortkarge Kellner unsere Schinkenbrötchen und Marmeladentoasts etwas unsanft vor uns hin. Der Kaffee wird scheinbar missmutig eingeschenkt. Nachdem jeder von uns seinen ersten Bissen getan und das beißende Gefühl des Hungers gedämpft hat, entbrennt ein erbarmungsloser Streit: auf der einen Seite die Mädchen, auf der andere die Jungen. Was ist passiert?

Ich würde es „kulturelle Erwartung“ nennen. Jeder Mensch hat eine Grundhaltung, eine tief in sich steckende Einstellung nach der er Maß nimmt, Verhalten einschätzt und bewertet – und eben auch seine Erwartungen nach ausrichtet. Diese Grundhaltung kann niemand ablegen, man muss sich ihrer nur bewusst sein. Nun sind die Mädels mit einer anderen Erwartung in die Situation gegangen, als die Jungen. Sie sind davon ausgegangen, da wir uns nach wie vor in Europa gerade einmal zwei Flugstunden von der deutschen Heimat entfernt befinden, seien die sozialen Regeln vergleichbar, das Verhalten vorauszusehen und nach deutschen Maßstäben zu bewerten. Die Jungen hingegen sind von vornherein von einem anderen Verhalten ausgegangen. Auslöser des Streits war das „unfreundliche“ Verhalten des Kellners, so die deutsche Perspektive. Dass das Verhalten eventuell landesüblich und überhaupt nicht unfreundlich gemeint war, wurde als Annahme nicht ohne Weiteres akzeptiert. Ich behaupte, der Kellner hat zwar für einen Deutschen ein merkwürdiges Verhalten an den Tag gelegt, nicht jedoch für einen Spanier. Es ist ein Paradebeispiel für Missverständnisse aufgrund anderer kultureller Hintergründe. Von diesem Standpunkt waren und sind jedoch nicht alle Beteiligten überzeugt.

Die Frage nun also an Euch: Kann man – zumindest innerhalb Europas, dass ja schließlich immer weiter zusammenwachsen soll – davon ausgehen, dass Kultur und Verhalten einander so ähnlich sind, dass Missverständnisse weitestgehend ausgeschlossen werden können?

Darwin läutet das Ende der Menschheit ein

Ein Freund hat mich letztens bei einem guten Glas auf diesen doch etwas erschreckenden und zugleich interessanten Gedankengang gebracht (Thanks David!). Der geht so:

Seit Jahrtausenden gilt in der Natur das Gesetz des Stärkeren und Klügeren. Nur jene können überleben. Das hat nicht zuletzt Darwin uns gezeigt und gilt für die meisten Lebewesen nach wie vor. Nur der Mensch ist gewillt dem zu entgehen. Durch die Entwicklung der modernen Medizin und Unterstützung durch die Technik muss heutzutage kaum noch ein Mensch wegen einer Behinderung, einer Krankheit oder einfach wegen seiner mäßigen Intelligenz oder Stärke sterben (ich vereinfache hier bewusst, möchte aber keineswegs außer Acht lassen, dass die Realität leider oftmals das Gegenteil beweist). Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass wir Darwins Gesetzt außer Kraft gesetzt haben und über Generationen hinweg, die Gene der Dummen, Schwachen und Kranken reproduzieren. Das war Beobachtung Nummer eins.

Beobachtung Nummer zwei. Sozialwissenschaftliche Studien belegen schon seit langem, dass klassenloses Leben eine Mär ist. Lebensqualität, Bildung, Gesundheit, Möglichkeiten zur Lebensgestaltung hängen nach wie vor immens vom Elternhaus ab. Hinzu kommt: das verändert sich kaum. Denn klassenübergreifende Heiraten sind äußerst selten. So bleibt jeder unter sich.

Führt man nun diese zwei Beobachtungen zusammen, lässt sich ableiten, dass sich zwar die „schlechten“ Gene weiter reproduzieren, nicht aber vermischen. Denn eine These wäre, die klassenübergreifende Heirat lässt sich analog auf ähnliche Gene übertragen. Das hieße, gesunde und intelligente Menschen neigen dazu andere gesunde und intelligente Menschen zu heiraten und Nachwuchs zu zeugen. Das bedeutet aber auch, dass die „schlechten“ Gene sich mit den anderen schlechten vermischen. Dies würde auf lange Sicht dazu führen, dass es einen Teil von Menschen gibt, die nach Darwins Lehre nur die besten Gene vereinen, und einen anderen Teil, der – salopp gesagt – die Resterampe spielt. Was geschieht mit diesen Menschen? Sind sie auf lange Sicht noch überlebensfähig? Oder werden sie auf eine Insel gesteckt? Australien vielleicht? Genug Platz und kaum eine Möglichkeit zu entkommen. Eine erschreckende Vorstellung eines menschlichen Endlagers.

Aber selbst wenn die Annahme, die guten Gene bleiben unter sich, nicht stimmt, hat das katastrophale Auswirkungen. Das bedeutet nämlich, dass wir uns kontinuierlich dem biologischen Fortschritt verweigern. Anstatt wie vorgesehen, das Beste zu vereinigen und so die Spezies weiterzuentwickeln, blieben wir auf dem Status quo. Unsere Umwelt hingegen entwickelt sich rasant weiter. Das würde uns vollständig abhängig machen von der Technologie.

Keine dieser Varianten ist besonders wünschenswert. Habe ich also einen Fehler in meinen Prämissen?

Mona Lisa 2.0

Bücher werden auf dem Computer geschrieben, im Internet vertrieben und auf dem digitalen Lesegerät genossen. Musik wird elektronisch produziert und konsumiert. Ein Großteil der Fotos sieht nie das Gesicht der Welt auf blankem Papier. Durch Geräte wie das iPad wird Kunst digitalisiert – und zwar überall und von der Produktion bis zum Konsum. Nur eines ist bisher noch kaum denkbar: das digitale Gemälde. Die Museen sind voll berühmter Gemälde, Kunstsammler auf der ganzen Welt sind nach wie vor bereit Unsummen für diese Kunstwerke auszugeben. Doch wann wird es üblich, dass ein Gemälde am Computer produziert und am Bildschirm konsumiert wird? Wird das je geschehen? Ist das wünschenswert? Wo hört es auf, Kunst zu sein? Wird es einen Leonardo Da Vinci 2.0 geben, der ausschließlich Gemälde für die digitale Welt produziert hat und nach seinem Tod eine ähnliche Berühmtheit und Faszination erlangt? Können diese Werke überhaupt einen ähnlich tiefgründigen Effekt erzielen? Ich warte auf eure Anregungen!

Rollst du noch oder trägst du schon?

Die Welt wird rund. Egal ob Geschäftsmann in seriösem Silber, Familienvater in Bordeauxrot oder Schulkind mit Blümchenmuster – Koffer, Taschen und Rucksäcke haben sie alle: Rollen. Auf hartem Kopfsteinpflaster hört man ihr Echo schon von Weitem, auf den glatten Flughafenböden rollen sie lautlos vor sich her. Ohne sich zu beschweren, werden sie unter Schultaschen aus Kunstfaser, Tragetaschen aus Stoff und handlichen Reisekoffern aus modernen Polycarbonaten geschnallt. Den Transport erleichtern und Rücken entlasten ist ihre Aufgabe. Das Problem: wer nicht aufpasst, ruiniert sein optisches Erscheinungsbild … und in die eigenen Fersen fährt man sich auch immer.

Was also ist die elegante Alternative? Zurück in die Zeit vor den Rollen. Schaut man sich auf Bahn- und Flughäfen mal genauer um, stechen einem ab und an die eine Dame und der andere Herr ins Auge. Erst bei genauerem Hinsehen fällt auf: es ist eine Tragetasche. Ganz ohne Rollen. Voller Stolz hält er die ledernen Griffe in Händen und schreitet zielsicher voran. Er nimmt die Last auf sich, spürt die Reise förmlich in seinen Händen. Dabei schimmert die Tasche im gleichen Glanze wie die polierten Oxfords. Ab auf’s Sicherheitsband, ganze ohne lästiges Einklappen des Teleskopgriffes. Purismus. Ein Reisverschluss, ein Fach, eine Tasche. Die richtige Größe für einen Dreitagesausflug.

Wer jetzt die Szene im Kopf hat, rechte Hand Reisetasche, linke Hand Aktenkoffer, aus Eile wird gerannt, dann klingelt das Handy, völlig verschwitzt wird die Tasche fallen gelassen und zum Handy gegriffen, dem halte ich es mit George Clooneys „Up in the Air“: keine Tasche. Reisen ohne Gepäck. Wir haben schon genug Ballast dabei. Und wer für länger verreist – Paket verschicken. Viel Spaß beim Abholen von der Poststation!

Vergänglichkeit des Glanzes

Luxus. Kaum ist das Wort ausgesprochen, hat es schon polarisiert. Jeder assoziiert andere Bilder mit diesem Begriff, jeder steht diesem Begriff anders gegenüber. ‚Lux’, das Licht, spiegelt den Glanz all dessen wider, was das Wort zu umschreiben versucht. Es steht für Verschwendung und Übermaß. Manche übersetzen es mit Genusssucht. Gemeinhin wird es als Abweichung von der Norm oder das über das soziale Maß Hinausgehende bezeichnet. Da zeigt sich auch schon die Relativität dieses Begriffes. Die Auffassung wechselt dabei nicht nur von Person zu Person, sondern auch von Epoche zu Epoche. Was  Luxus für den einen, ist Alltag für den anderen. Was einst begehrenswert, wird heute verachtet. Das gilt sowohl für Dinge als auch für Verhalten.

Ist es Luxus einen Artikel über Luxus zu schreiben? Darf man sich ohne Zweifel seine Pizza auf dem Bett liegend in den Mund schieben, während auf dem einen Notebook ein Film läuft und auf dem anderen Musik geladen wird, die zwei Handys auf dem Nachttisch bereit liegen, die lederne Tasche gepackt für den nächsten Wochenendtrip, Ray-Ban, iPod, handgefertigte Kopfhörer und die gebügelten Hemden parat? Oder ist es Luxus sich einfach zwei Stunden ans Ufer zu setzen und nichts zu machen? Die Antworten werden so verschieden sein wie die Antwortenden.

Darum geht es aber auch gar nicht. Jeder Mensch braucht Luxus. Jeder Mensch hat Luxus. Seinen Luxus. Seinen eigenen, ganz persönlichen. Das Problem: zu viele rennen dem beworbenen Luxus hinterher. Der, der hinter Schaufenstervitrinen steht und so schön glänzt. Das ist nicht falsch. Es ist vergänglich. Kaum hat man sich einen zusätzlichen Luxus gegönnt, ist die Euphorie verflogen. Das nächste Teil muss her. Dabei macht der Gedanke und das Planen daran mehr Freude als der Besitz. Ein weiterer Malus: man gewöhnt sich daran. Nach nicht all zu langer Zeit braucht man diese Dinge. Das wird dann schon schwieriger.

Was dagegen hilft: Genuss und Qualität mit Luxus gleichsetzen und sich danach richten. Außerdem tut die Abstinenz von all den Dingen gut. Eine Reise kann helfen. Danach lernt man alles mehr zu schätzen. Vor allem seinen eigenen, ganz persönlichen Luxus.

Reise, Reise

„Das Leben ist wie ein Buch und wer nie reist, kommt nie über die erste Seite hinaus.“

Reisen erweitert den Horizont. Es hilft dem Alltag zu entfliehen, Neues zu entdecken. Zu staunen und zu forschen. Kulinarisch, kulturell, geografisch. Doch nach einer Weile stellt man fest: alle Städte bestehen aus Häusern, Monumenten und Parks, alle Wüsten aus Sand und Gestein, alle Meere aus salzigem Wasser, alle Gipfel recken sich gen Sonne. Alles ist anders und ähnlich zugleich. Weit weg und nichts Neues. Vielleicht haben sich die Sprache und das Aussehen der Menschen verändert. Der Aha-Effekt fällt aber von Mal zu Mal kleiner aus.

Dennoch propagiert die Reklame wieder und wieder das Fernweh. Schlussendlich landet man aber immer am gleichen Ort. Exotisch muss es sein. Je ferner, desto besser. Es sind nicht die Straßenlaternen, die die Welt erleuchten, sondern das Licht der Blitze. Eine Armee aus Kompakt-, Bridge- und Spiegelreflexkameras hat es sich zur Aufgabe gemacht die Oberfläche der Erde abzulichten. Leider bleibt sie dabei auch sehr oberflächlich. Die großen und kleinen Wunder der Welt sind alle tausendfach fotografiert. Wer eine Fotovorführung eines Bekannten bekommt, sieht nur bekanntes. Da helfen auch Kreativität und Photoshop wenig.

Wer nach dem Motto lebt, die Reise ist nur so gut und so real wie die Fotos es sind, verpasst das Wesentliche. Das Beste an einer Reise sind nicht die Orte, die man besucht, nicht die Zahl der Kirchen und Museen, die man besichtigt hat. Das wirklich Wichtige sind die Erlebnisse mit anderen Menschen. Gespräche, Begegnungen, Niederschläge und Überraschungen. Es sind diese Anekdoten, die man mit Freunden teilt und es sind diese Anekdoten, die fremde Menschen zu Freunden machen. Und dafür lohnt sich nach wie vor eine Reise. Egal wie fern.

Das Phantom-Klingeln

Menschen, denen ein Körperteil amputiert wurde, berichten teilweise davon, Schmerzen oder zumindest ein Gefühl in eben jenem Körperteil zu empfinden. Das nennt sich dann Phantomschmerz. Mein Phantomschmerz ist mein Handy.

Diese kleine unscheinbare Geräusch „Pling“ ertönt ganz sanft und leise bei jeder einkommenden Nachricht und E-Mail. Mein Gehirn ist schon so darauf fokussiert, dieses Geräusch zu identifizieren, dass ich dazu neige, es selbst zu hören, wenn gar keine neue Nachricht gekommen ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Handy normal eingeschaltet ist, auf Stumm gestellt oder tausende Kilometer entfernt in der deutschen Heimat liegt, während ich durch latein-amerikanische Gebirge stapfe.

Das Lustige: drei Wochen ohne Handy gehen durchaus, drei Wochen ohne das Klingeln im Ohr jedoch nicht.

Ob das wohl zu einer anerkannten Krankheit oder wenigstens Empfindung im vernetzten Zeitalter wird? (Den Namen lasse ich schon einmal patentieren.)

Beobachtungen, die die Lage der Wirtschaft in Spanien erklären (können)

Einen Monat ist es nun schon her, dass ich nach Spanien gezogen bin. In der Zeit konnte ich einige Beobachtungen machen, die mir doch erwähnenswert erscheinen. Beobachtungen vom alltäglichen Leben und von dem, was auf der Straße passiert. Und einige scheinen mir eine plausible Erklärung dafür zu sein, warum die spanische Wirtschaft eventuell nicht ganz so gut läuft wie die Deutsche. Vielleicht ist das vermessen, entscheidet selbst.

  • zwischen Bestellung und Erhalt eines Döners vergeht eine halbe Stunde
  • die Gehgeschwindigkeit ist halb so schnell wie in Deutschland (was zu Kollisionen führen kann)
  • auf dem Spielplatz spielt die gesamte Familie und alle Nachbarn
  • es wird den ganzen Tag über Bier getrunken, das sogar zu Spottpreisen in der Uni-Mensa ausgeschenkt wird
  • um vier Uhr Nachmittags sind die Straßen und Cafés voll
  • die Geschäfte haben die gleichen Öffnungs- und Schließzeiten wie in Deutschland, mit der Ausnahme, dass sie zwischendurch drei Stunden Mittagspause machen
  • niemand spricht Englisch
  • in den Geschäften und Restaurants kann niemand mehrere Sachen gleichzeitig erledigen, die Bestellungen und Aufträge werden sauber einer nach dem anderen bearbeitet
  • um ein Salami-Brötchen mit ein paar Chips in der Mensa zu bekommen muss man 20 Minuten kalkulieren
  • wenn es heißt, ab ein Uhr gibt es Essen, sollte man auf gar keinen Fall eine Minute zu früh kommen, eher zehn zu spät
  • jede Nacht wird die komplette Stadt mit Wasser und Seife gereinigt
  • die U-Bahnen und Haltestellen sind sauberer als deutsche OP-Säle

Über den Gegenpol, die Lebensqualität, berichte ich in den nächsten Wochen.

Lost in Translation

Nüchterner Raum, weiße Tische, die immer gleichen türksiblauen Plastikstühle, großes Fenster am Ende des Raumes, vorne eine grüne Tafel mit weißer Kreide, der Projektor bestrahlt die heruntergelassene Leinwand, der blaue Windowshintergrund des Rechners hinterlässt ein schwaches Licht auf der hölzernen Wand. Der Raum ist Teil einer containerartigen Verschachtelung. Intelligente Bauweise nennt sich so etwas und hält die Wärme im Winter drinnen und im Sommer draußen und passt so gut in die Landschaft wie eine Palme auf dem Moseler Weinfest.

09.30 Uhr, Beginn des Sprachkurses. Anwesende: eine Spanierin, ein Franzose, eine Färingerin, eine Australierin, drei Amerikaner, drei Deutsche. Das Chaos beginnt. Das Problem: jede Nation hat ihre Last zu tragen.

Die Amerikaner lachen über die Aussprache der Australierin, können selbst jedoch nicht einmal das R korrekt aussprechen, was den Erwerb von „Churros“ erheblich erschwert. Der Franzose erkennt nicht, dass im Spanischen zu einem Großteil die gleichen Wörter verwendet werden und entscheidet einfach Französisch zu sprechen. Man wird ihn schon verstehen. Ansonsten hat er noch immer seinen einzigen französischen Freund, wie er zu sagen pflegt: sein Wörterbuch. Die Färingerin saugt eifrig die Sprache auf, lässt es jedoch gemütlich zugehen. Naja, und über die Deutschen lacht die Welt im Ausland. Die spanische Lehrerin nimmt’s gelassen und plappert fröhlich weiter.

Draußen schnattern die Enten. Ob sie wohl im Ausland verstanden werden?