Gefangen in der Zukunft

Jugendarbeitslosigkeit hier, Überfluss an Möglichkeiten dort. Das Leben eines jungen  Menschen heutzutage hat es schon in sich. Und dank verschiedener sozialer Interaktionen in den sozialen Wirren des Internets, Beruf, Uni und Freizeit gilt es nicht nur eine, sondern alle seine Identitäten ständig neu zu formieren und auszurichten. Da kann die Gegenwart schon einmal etwas in Mitleidenschaft gezogen werden.

Anstatt das Hier und Jetzt unbeschwert in vollen Zügen zu genießen, wird gedanklich in der Zukunft gelebt. Der nächste Schritt muss immer geplant werden. Es braucht Vorlaufzeit, um mögliche Alternativen zu sondieren und das Nötige in die Wege zu leiten. Spaß und Ausgelassenheit sind geplante Abschnitte. Dabei laufen wir Gefahr, uns in einem Übergangsleben zu verirren. Ständig das Nächste im Blick, eine Übergangszeit folgt der anderen. Was bleibt ist ein Anfang und ein Ende. Das Eigentliche, die Mitte, wurde übersprungen.

Wir müssen einen Weg finden, die uns gegebenen Chancen als solche zu nehmen und davon zu profitieren, anstatt uns zu Geiseln einer möglichen Zukunft zu machen. Das Leben spielt sich heute ab. Und das ist gut so. Dass einen schwelgerische Tagträume ab und an in die Weiten des Lebens tragen, gehört als nette Praline natürlich genauso in die Schachtel.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s