Beobachtungen, die die Lage der Wirtschaft in Spanien erklären (können)

Einen Monat ist es nun schon her, dass ich nach Spanien gezogen bin. In der Zeit konnte ich einige Beobachtungen machen, die mir doch erwähnenswert erscheinen. Beobachtungen vom alltäglichen Leben und von dem, was auf der Straße passiert. Und einige scheinen mir eine plausible Erklärung dafür zu sein, warum die spanische Wirtschaft eventuell nicht ganz so gut läuft wie die Deutsche. Vielleicht ist das vermessen, entscheidet selbst.

  • zwischen Bestellung und Erhalt eines Döners vergeht eine halbe Stunde
  • die Gehgeschwindigkeit ist halb so schnell wie in Deutschland (was zu Kollisionen führen kann)
  • auf dem Spielplatz spielt die gesamte Familie und alle Nachbarn
  • es wird den ganzen Tag über Bier getrunken, das sogar zu Spottpreisen in der Uni-Mensa ausgeschenkt wird
  • um vier Uhr Nachmittags sind die Straßen und Cafés voll
  • die Geschäfte haben die gleichen Öffnungs- und Schließzeiten wie in Deutschland, mit der Ausnahme, dass sie zwischendurch drei Stunden Mittagspause machen
  • niemand spricht Englisch
  • in den Geschäften und Restaurants kann niemand mehrere Sachen gleichzeitig erledigen, die Bestellungen und Aufträge werden sauber einer nach dem anderen bearbeitet
  • um ein Salami-Brötchen mit ein paar Chips in der Mensa zu bekommen muss man 20 Minuten kalkulieren
  • wenn es heißt, ab ein Uhr gibt es Essen, sollte man auf gar keinen Fall eine Minute zu früh kommen, eher zehn zu spät
  • jede Nacht wird die komplette Stadt mit Wasser und Seife gereinigt
  • die U-Bahnen und Haltestellen sind sauberer als deutsche OP-Säle

Über den Gegenpol, die Lebensqualität, berichte ich in den nächsten Wochen.

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Ein Gedanke zu „Beobachtungen, die die Lage der Wirtschaft in Spanien erklären (können)

  1. „Über den Gegenpol, die Lebensqualität, berichte ich in den nächsten Wochen.“
    Einige der genannten Punkte spiegeln für mich bereits Lebensqualität wieder!

    Sehr amüsante und auf den Punkt gebrachte Auflistung, die sich schnell lesen lässt und bei der ein kleines Schmunzeln wohl kaum zu vermeiden ist. Vieles davon trifft auch auf Frankreich zu, dass kann ich dir sagen.

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